Hvar Kroatien

Die folgenden Zeilen, Beschreibungen, Gedanken, Erlebnisse, Eindrücke gebe ich als Lesestoff, Inspiration, Neugierdeweckung euren Augen und Gehirnwindungen frei.

Mir fallen als Überschrift oder Titel viele Möglichkeiten ein,...
"Urlaubstagebuch", "Reiseführer Hvar", "Love, Sex, Croation Sun", "Hvar, eine Liebe auf den ersten Schritt", "Lavendelinsel im Rosmaringrün", "Heißer Wind über der Macchia", und so weiter, und so wieter...
Vielleicht fällt Euch ja noch was Anderes ein.
Solltet Ihr nähere Info's oder Tipp's brauchen, schreibt mir...entweder hier als Kommentar ocer persönlich auf ammerseebua@gmx.de.

Viel Spaß beim Lesen.

Kroatien, Insel Hvar im Juni 2015

Anreise:
Nachdem man für einen Campingurlaub ja doch ein paar mehr Utensilien benötigt, war ich erstaunt wie geräumig doch unser Renault Captur ist. Alles drin und noch Luft nach oben.... und los geht's.

Zum Ende der Pfingstferien und mitten unter der Woche erstaunlich ruhig auf der Autobahn, ebenso in Österreich.
Die Route durch Slowenien erwies sich als praktisch, vor allem weil es bei unserer Fahrt schon dunkel war.
Um ca. zwölf Uhr nachts die Grenze zu Kroatien passiert. Ab ein Uhr kam die Müdigkeit. In den Bergen hinter Zagreb einen Rastplatz für zwei/drei Stunden Schlaf angesteuert.
Ausgeruht...? gings in den Sonnenaufgang. Mit jedem Kilometer wurde es wärmer. Nach dem letzten Tunnel fährt m,an durch eine interessante karge Landschaft und verliert immer mehr an Höhe...
Erstmal ein kleines Frühstück. Die restlichen 300 km gingen gefühlt flux. Punkt halb acht standen wir im Fährhafen in Split.

Tickets für die Fähre kaufen. Eine Dame mit  monotoner, um nicht zu sagen unfreundlicher Stimme und das jetzt zum Saisonanfang, erklärte:
"Ein Auto, zwei Personen, keine Euro, 412 Kuna...."
War das eine Frage? Nein. Zum Glück hatten wir unterwegs an einer Tanke schon Kuna's gezogen.
Die Fähre legte pünktlich ab.
Einfach herrlich durch die kroatische Inselwelt zu schippern.
In Stari Grad auf Hvar die Fähre verlassen und dank guter Ausschilderung den Campingplatz in 15 Minuten erreicht.
Zeltplatz ausgesucht, noch viel frei um die Jahreszeit, Top-Platz gefunden, quasi Pool-Position.
Zelt aufgestellt und erstmal rein ins Wasser.
Bei Außentemperaturen von über 30 Grad ist die Adria mit geschätzten 22 Grad noch erfrischend.
Urlaubsmodus an....
Am Abend einen Spaziergang in den 1 km entfernten Ort Vrboska gemacht und lecker Fisch gegessen.
Gut es muss ja nicht immer ein 400gr Drachenkopf sein, dieser Edelfisch ist auch bei uns teuer, aber so vom Grill saulecker.

2. Tag:
Kurzausflug nach Stari Grad. Bisserl shoppen (Obst, Gemüse, Pivo) treu nach unserem Motto, einen Abend Essen gehen, zwei Tage nur Obst und Gemüse knabbern...
schöne Altstadt in Stari Grad und nette Cafe's und Lokale rund um den Hafen.
Rest des Tages chillen...

3. Tag
Abstecher nach Jelsa gemacht. Toller kleiner Ort. Direkt am Hafen ein wundervoller Platz mit vielen locations. Hier kann schon mal der Bär steppen in der Hochsaison.
Dann wieder Sonne, Meer genießen.
So ca auf einen Kilometer Schwimmen wird man schon kommen den ganzen Tag über verteilt. Muss ja nicht immer schnell sein, tut aber auch mal ganz gut den Kreislauf in Schwung zu bringen.
Und wenn einem hinterher keine lästige nasse Badehose am Hintern klebt umso schöner.

4. Tag
Die Zeit scheint gefühlt still zu stehen.
Den ganzen Tag gechillt. Von der Sonne in den Schatten und zurück, dazwischen im Meer abgekühlt.
Am Abend rüber nach Jelsa zum Essen gedüst. In den hinteren Gassen der Altstadt eine Konoba mit herrlichen Innenhof gefunden. Unter blauem Himmel und schattenspendenden Weinreben gespeist.
Lecker kroatisches Essen vom Grill. Ein Rumpsteak gefüllt mir dalmatischem Käse und Rosmarin, dazu jede Menge Gemüse...
Konoba Nono wirklich zu empfehlen.
Für den 5. Tag den Ausflug nach Hvar Stadt geplant.
Über dem Festland zog ein heftiges Gewitter auf. Es näherte sich in der nacht bis auf fünf Kilometer. Dem kleinen Sturm und em Regen hielt das Zelt stand.

5. Tag
Nach dem morgentliochen Schwimmen, es war ja wieder alles verzogen, quasi noch vor dem Frühstück, äh... Frühstück gab's ja eh nicht, auch den guten deutschen Filterkaffee aus dem Amt hab ich nicht vermisst, sind wir nach Hvar aufgebrochen.
Entlang der Inselhauptstraße mit Tunnel auf die Südseite der Insel.
Einfach traumhaft wenn man ganz hoch in felsiger Landschaft über dem Meer aus dem Tunnel kommt. Ein Blick schöner als der Andere.
Dann Hvar...eine überwältigend schöne Stadt. Zu ihr im Folgenden noch mehr. Den ganzen Tag in Hvar verbracht. Über die alte Straße nach Stari Grad zurück gefahren. Brusje am höchsten Punkt der Insel ist tatsächlich halb verfallen. Trotzdem leben hier Menschen, die sich der Honigherstellung und vor allem aber der Gewinnung von Lavendelöl verschrieben haben.
Aufgeheizt durch die Hitze der Stadt nur noch ins Wasser gehüpft und hinterher ein kühles Pivo vor dem Zelt genossen.
Direkt hinter uns hat ein Päarchen ein kleines Zelt aufgeschlagen. Er:"...wir haben eine elektrische Kühlbox dabei, die surrt ein wenig..."
Nach der ersten Nacht hätte ich ihn beinah gefragt ob seine Kühlbox denn defekt sei? Er sägt ab dem Augenschließen bis morgens zum Aufwachen ohne Unterbrechung. Sie wollen nur fünf Tage bleiben, zum Glück.

6.Tag
Ganz nach dem kroatischen Motto, "pomalo" = mach mal langsam. Chillout steht auf dem Programm.
Die ersten Sonnentage an denen ich mich mit Sonnenbaden zurückgehalten habe sind vorüber. Jetzt wird gegrillt.
Naja ich weis, ist ja nicht gesund, aber ich spür die Sonne halt zu gern auf nackter Haut, überall... auch oder vor allem an Stellen, wo sonst keine Sonne hinkommt.
Ich als Wellnessmasseur genieße vor allem den Spätnachmittag, wenn die Felsplatten durch die Sonne so richtig aufgeheizt sind. Nach einem Salzwasserbad blank darauf liegen, quasi eine passive Hot-Stone-Massage.
Du spürst wie die gespeicherte Sonnenenergie in deinen Körper fließt, dich auflädt, Dir mediterane Energie in alle Zellen haucht.
Am Abend kamen noch unsere hier am Platz kennengelernten fränkischen Bekannten vor dem Zelt vorbei. Nettes Pläuschchen bei Raki mit Kräutern, eine dalmatische Spezialität, gehalten.

7. Tag
Sehr früh am Morgen schwimmen gewesen, glaube es war erst halb sechs. Aber die Sonne hat sobald sie am Himmel steht bereits so eine Kraft, dass sie mich aus dem Zelt ins Freie jagt.
Mit meiner Liebsten eine Küstenwanderung unternommen und ein wenig Treibholz gesammelt. Zurück am Zelt Brotzeit gemacht, haben wir uns ja verdient. Nach dem obligatorischen Pivo ein herrliches Mittagsschläfchen gehalten.  Tatsächlich die Äuglein zugemacht, nicht was ihr meint...DAS geht doch so zwischendurch...(man muss sich ja nicht lang ausziehen)...räusper

Am Spätnachmittag noch nach Jelsa rüber und einen gigantischen Eisbecher im Café Jelsa verdrückt. Das älteste und beste Eiscafé am Ort.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafen's den Abend in der collen Bar Mojito ausklingen lassen. Lässige Lounge.
Hier gibt's die größte Auswahl an Mojito's und anderen gängigen Cocktails.
Die klassische Mojito für Mädels und für so braungebrannte Kerle wie mich den "cuban way". Weniger zerstoßenes Eis im Glas, dafür mehr Rum....eso

8.Tag
Noch immer steht die Zeit still. Manche Geräusche lassen sich ausblenden.
Tagsüber nichts tun...ganz einfach...
Abends wollen wir mit unseren fränkischen Nachbarn noch nach Hvar rüber.
Von der Sonne abgebräunt gings dann rüber nach Hvar.
Vielleicht wiederhole ich mich aber die Stadt hat ein berauschendes Flair. Bischen durch die Gassen gebummelt, People abgelichtet, in einer kleinen Konoba unterhalb der Festung bei Schinken, Käse und Wein gerastet.
Weiter auf die Hafenmeile und im angesagtesten Club, dem Carpe Diem, einen Cocktail geschlürft.
Wenn es langsam dunkel wird, wandelt sich das Publikum. Aus den

Badenixen werden herausgeputzte heiße Mietzen.
Einige von ihnen stehen an den Eingängen der Restaurants und versuchen dich zum Essen zu überreden. Tatsächlich nur zum Essen. Zum Glück hab ich meine Frau dabei und kann nicht bei Jeder ja sagen und den ganzen Abend nur Essen. Zwinker...
Auf alle Fälle gibt's noch ein Wiedersehen mit dieser Stadt, in diesem Urlaub.

9.Tag
Das gestrige Abgebräunte bedarf ein wenig an Schatten und Kühle.
Nach dem Frühstück einen kleinen Spaziergang an der Küste entlang gemacht.Tolle Bademöglichkeiten entdeckt und unzählige weitere Fotos geschossen.
Am Abend mit zwei Urlaubsbekanntschaftspäarchen am Platz beim Essen gewesen. Bis zwei Uhr gefeiert, und bei Raki-Laune herrlich abgestürtzt.

10. Tag
Lang geschlafen...
"Nette" Österreicher angekommen, haben ein "kleines" Zelt direkt vor unserem aufgestellt.Glaub es war ein Bierzelt, zumindest von der Größe. Alles stört sie...unsere Wäscheleine auch.
Am Abend nach dem Essen kurz entschlossen mit Hilfe von unseren Bekannten das Zelt umgezogen.

11. Tag
Zum Glück sind wir am Abend vorher noch umgezogen, beide Österreicher schnarchen um die Wette, jetzt aber nur noch aus der Ferne zu hören.
Der "Yugo" bringt Wind und Wolken aus dem Süden. Hin und wieder tröpfelt es. In den Süden der Insel gefahren, nach Sv. Nedjelia. Dorthin führt ein winziger Tunnel. Nur jeweils von einer Richtung befahrbar. Ampelführung. In den drei Orten, die man erreicht stehen überwiegend Ferienhäuser. In Sv. Nedjelia gibt es im Hafen ein interessantes Restaurant, mit Unterwasserweinkeller.

12. Tag
Wieder Wind aus dem Norden und keine Wolken, Sonne pur. Heute wieder chillen, ich geh gleich auf einen kleinen Küstenspaziergang.
Heute Abend denke ich fahren wir wieder rüber nach Hvar. Ihr seht schon die city hat es uns angetan.
In Hvar im Macondo den legendären Fischeintopf Gregada gegessen. Lokal nicht ganz billig aber sehr stylisch, wie auch einige andere Lokale unterhalb der Festung.
Noch durch die Gassen geschlendert und jede Menge Bilder geschossen.

13. Tag
Die Leute sagen es wird stürmisch. Es ist bedeckt und wir machen uns auf zu einer Wanderung. Oberhalb von Jelsa soll es einen alten Turm geben. Ein Aussichts-Späh-Punkt mit dem die Buchten von Vrboska und Jelsa überblickt werden können.
Durch den Neubau der Umgehungsstraße von Jelsa erweist sich der Einstieg auf den Wanderweg ein wenig schwierig. Nach ein paar Mauerüberquerungen haben wir ihn dann doch gefunden. Schnell geht es steil bergan. Nach knapp einer Stunde bietet sich uns ein grandioser Blick über die Meerenge zwischen Brac und Hvar.
Zurück am Camp hat der Sturm zugenommen. Die Bora meldet sich an. Zelt sturmsicher wie eine Festung gemacht....
und sie kam.
Die ganze Nacht tobte die Bora und riss an unserem Zelt. Sie wehte uns nicht von der Insel. Alles hielt stand.

14.Tag
Morgens nach einer turbulenten Nacht bläst noch immer ein heftiger Wind.
Sind los nach Hvar-city zum Frühstücken. Im Süden ist es ruhiger.
Die Amfora-Bucht mit ihrem großen gleichnamigen Hotel besichtigt.
Tolle Locations entlang dem Küstenweg. In der Hula-Hula-Beach-Bar werden wir uns demnächst einen sundowner gönnen.
Hier werden auch Massagen unter freiem Himmel angeboten. Sollte ich mich bewerben? Lomi-Lomi-Nui im Hula-Hula-Beach-Club???
Jetzt liege ich wieder auf den warmen Felsen, die Sonne brennt mir auf den Po und mich gelustet's voll auf eine Mojito cuban way. Heut Abend Jelsa?
Klaro...

15.Tag

Tagsüber versucht Schlaf nachzuholen. War wieder stürmisch in der Nacht. Soll jetzt wohl so bleiben...
Abends nach Dol und Vrbanj gefahren. In der Konoba Bogo gegessen.
Pünktlich um halb elf geht der Sturm wieder los.

16.Tag

Zum Glück wird es tagsüber immer wieder sonnig.
Noch mal richtig aufgebrannt.
Nachmittags los und über Brusje nach Hvar gefahren. Honig und Lavendelöl gekauft.
Habe heute meine Lederne rausgerissen. Perfekt zur Sundowner-Party im Hula-Hula.
Hier geht die Post ab.
Bier, Rum, Vodka fließen in Strömen (Pichtern).
Ab und zu knallen die Wellen von den großen Schiffen an die niedrige Mauer, sodass die Feiernden eine Abkühlung erhalten. So auch ich, Salzwassertaufe meiner Lederhose. Bevor wir aber noch mit Vodka von oben Bekanntschaft machen, ziehen wir weiter zu Falko's Bar.
Wir genießen die untergehende Sonne....
Zurück im Camp beginnt kaum dass wir im Zelt liegen der Sturm.
In der Früh am...

17.Tag...
...die Heimreise beschlossen.
Alles zusammen gepackt. Jetzt sitzen wir auf der Fähre nach Split.
Nach einer entspannten Überfahrt unter Begleitung meiner Lieblingsvögeln, den großen Möwen wieder Festland unter den Füßen.
Gegen 20 Uhr befahren wir wieder österreichisches Terrain.
Am Millstätter See zu Abend gegessen.
Ab Salzburg hat uns der nordeuropäische Sommer wieder.
Es schüttet wie aus Gießkannen. Gegen zwei Uhr nachts unseren Heimatort erreicht.

Ein genialer Urlaub, eine entspannte Zeit liegt hinter uns.
Alles super auf der Insel, wegen des Windes haben wir einen kleinen Unmut aufkommen lassen, wäre hier zuhaus doch im Sommer nur ein wenig Wind neben der Sonne......

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